Pressebericht PI Nittendorf

Polizei Nittendorf zieht Bilanz nach Fasching

Trotz einer Vielzahl von Faschingsveranstaltungen im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Nittendorf, kann dennoch aus polizeilicher Sicht weitestgehend ein positives Fazit gezogen werden. Die meisten Veranstaltungen verliefen ruhig und friedlich und ohne größere Zwischenfälle. Den Höhepunkt bildeten die Faschingsumzüge mit anschließenden Faschingspartys in Beratzhausen und Hemau. Beide Veranstaltungen wurden mit starker Polizeipräsenz durch die Polizeiinspektion Nittendorf mit Unterstützungskräften aus Amberg und Regensburg durchgängig betreut.

In Hemau zog sich am Faschingssonntag der Umzug ab 14.00 Uhr vor rund 7.000 Zuschauern vom Festplatz aus durch den Stadtplatz, wo auch die anschließende Faschingsparty bis Einbruch der Dunkelheit mit ca. 2.500 Besuchern stattfand. Die Veranstaltung verlief durchwegs ruhig und aus Sicht der Polizei absolut zufriedenstellend.

Mehrere Einsätze waren allerdings am Faschingssamstag in Beratzhausen zu verzeichnen. Der Faschingsumzug mit vielen Motivwägen und Fußgruppen setzte sich ab 14.00 Uhr vor ca. 10.000 Zuschauern entlang der Stauffer Straße über die Marktstraße bis hin zum Festplatz in der Laaberer Straße in Bewegung. Bei DJ-Musik feierten anschließenden trotz schlechter Witterung an die 2.500 Besucher – vorwiegend jüngeren Alters –  ausgelassen bis in die späten Abendstunden hinein auf dem Festplatz. Mit zunehmender Alkoholisierung stiegen allerdings auch bei dem ein oder anderen Besucher die Aggressionen, so dass es zu mehreren körperlichen Auseinandersetzung unter den Feiernden kam. Gegen 19.15 Uhr gerieten ein 20-jähriger Mann aus Wenzenbach und ein 22-jähriger Hemauer aneinander. Im Laufe des Streites versetzte hierbei der Jüngere dem Älteren einen Faustschlag ins Gesicht, woraufhin dieser zurückschlug. Die 18-jährige Freundin des älteren Kontrahenten wollte schlichtend eingreifen und bekam ebenfalls einen Schlag ins Gesicht ab. Alle Beteiligten erlitten leichtere Gesichtsverletzungen, wobei der junge Mann aus Hemau und dessen Freundin vorsorglich in eine Krankenhaus eingeliefert wurden.

Zu einer weiteren Auseinandersetzung kam es gegen 20.00 Uhr im Bereich der Fußgängerunterführung zur Skaterbahn. Dort trafen zwei Gruppen aufeinander und gerieten in Streit, in dessen Verlauf zwei junge Männer im Alter von 19 und 20 Jahren leicht verletzt wurden.

Bereits gegen 15.40 Uhr konnte ein 19-jähriger Mann in der Pfraundorfer Straße beobachtet werden, wie er versuchte ein Halteverbotsschild abzumontieren und mitzunehmen.

Gegen 18.15 Uhr wollte ein 32-jähriger Mann an einem Essensstand auf dem Volksfestplatz mit einem 10-Euro-Schein bezahlen. Der Verkäuferin fiel jedoch sofort auf, dass es sich hierbei um eine Fälschung handelte und verständigte die Polizei.

Gegen alle Tatverdächtigen wurden Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Vier leicht bis mittelschwer verletzte Polizeibeamte waren leider noch am Ende der Veranstaltung in Beratzhausen zu beklagen. Nachdem gegen 21.45 Uhr auf der Laaberer Straße vor dem Festgelände ein 35-jähriger Mann aus Burglengenfeld bereits mehrmals aufgrund seiner Alkoholisierung auffiel, als dieser abwandernde Besucher belästigte und trotz mehreren polizeilichen Platzverweisen die Örtlichkeit nicht verlassen wollte, wurde gegen ihn der Polizeigewahrsam angeordnet. Bei der Gewahrsamnahme riss er zunächst eine Polizeibeamtin zu Boden, wodurch diese leicht verletzt wurde. Mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte wurde der Mann am Boden fixiert und gefesselt. Der Mann widersetzte sich dieser Maßnahme vehement, leistete erheblichen Widerstand und beleidigte zudem die eingesetzten Beamten mit verschiedensten Ausdrücken. Durch die Widerstandhandlungen des Mannes wurden drei weitere Polizeibeamte verletzt – einer davon so schwer, dass er sich in ärztliche Behandlung in ein Krankenhaus begeben musste.  Der 35-jährige wurde im Anschluss in einer Regensburger Polizeidienststelle arrestiert und verbrachte dort die Nacht. Die Staatsanwaltschaft Regensburg ordnete eine Blutentnahme an. Ihn erwartet nun eine Strafanzeige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Beleidigung und Körperverletzung.

Trotz Alkoholisierung vieler Festbesucher waren keine Verkehrsunfälle oder Trunkenheitsfahrten zu verzeichnen.

Auch die eingesetzten Rettungsdienstkräfte waren bei beiden Faschingsumzügen gut ausgelastet. Insgesamt sechs Personen mussten wegen übermäßigem Alkoholkonsums behandelt werden, zwei Personen erlitten Schnittverletzungen und weitere sechs Personen wurden aufgrund Sturzgeschehen oder körperlichen Auseinandersetzungen behandelt. In Hemau verschluckte sich ein Kleinkind an einem Bonbon und konnte nach erfolgreicher Behandlung vor Ort wieder das Faschingstreiben verfolgen. Einem Asthmapatienten konnte durch den hinzugerufenen Notarzt geholfen werden, nachdem dieser sein Spray zuhause vergessen hatte.

Die vorbereiteten Sicherheitskonzepte wurden mit Unterstützung der örtlichen Feuerwehren durch die jeweiligen Veranstalter absprachegemäß umgesetzt und zeigten Wirkung.

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