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Kriminalitätslage 2016 - Polizeiinspektion Parsberg

Erstellt von redaktion am 17-Mar-2017 17:30 (169 gelesen)

„Erfreulicher Straftatenrückgang“
(Anmerkung: Dargestellt sind alle Straftaten des Dienstbereichs der PI Parsberg des Jahres 2016 mit Ausnahme derjenigen Fälle der Autobahnpolizeistation Parsberg, die eine eigene Statistikzusammenstellung veröffentlichen wird. In Klammern sind im Text jeweils die Vergleichszahlen des Vorjahres 2015 genannt.)

Allgemeine Entwicklung

Ein erheblicher Rückgang der Zahl der Gesamtstraftaten des Jahres 2016 dokumentiert eine verbesserte Sicherheitslage im Dienstbereich. In nahezu allen Deliktsbereichen sanken die Fallzahlen. 18,3 % weniger Delikte bedeutet den niedrigsten Wert seit 10 Jahren.

Die Aufklärungsquote im Jahr 2016 beträgt 67,7 % (73,2 %).

Für den Berichtszeitraum 2016 sind 644 (788) Kriminalfälle (- 144 Fälle) ausgewiesen.

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Kriminalitätsbelastung


Für den Zuständigkeitsbereich der PI Parsberg (Gemeinden: Breitenbrunn, Dietfurt, Hohenfels, Lupburg, Parsberg, Seubersdorf, Velburg) ergibt sich danach eine Kriminalitätsbelastungsziffer von 1858 (2371) Delikten auf je 100.000 Einwohner.
Im Vergleich dazu liegt diese Häufigkeitsziffer im Landkreis Neumarkt im Jahre 2016 bei 2769 (3357), im Bereich des Regierungsbezirks Oberpfalz bei 4145 (4181) und Bayernweit bei 4785 (4687). (Die genannten Werte stellen die jeweils um ausländer- und asylverfahrensrechtliche Verstöße bereinigte Version dar.)

Aufklärungsquote

Von den erfassten 644 Straftaten wurden 436 (577) Fälle aufgeklärt. Die diesjährige Aufklärungsquote liegt damit bei 67,7 % (73,2 %). Die Quote der Oberpfalz liegt bei 65,9 % (bereinigt), die bayerische Quote bei 63,7 % (bereinigt).

Tatverdächtige

Zu den geklärten 436 Delikten wurden 394 (488) Tatverdächtige ermittelt, wovon 232 Personen bereits polizeilich in Erscheinung getreten waren oder sind.

Die Tatverdächtigen sind folgenden Personengruppen zuzuordnen:

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Der Gesamtanteil der Tatverdächtigen unter 21 Jahren zeigt sich mit einem Wert von 70 (80) Personen rückläufig und beträgt 17,8 % (16,3).

Insgesamt 60 (80) Tatverdächtige, also 13,8 % (13,9) standen zur Tatzeit unter Alkoholeinfluss. Im Bereich der Gewaltkriminalitätsdelikte waren dies 19 % (36,4), bei den reinen Körperverletzungsdelikten 34,9 % (40,7) und bei den Delikten der Straßenkriminalität 16,7 % (26,7). Mit 25 Tatverdächtigen standen 5,7 % (9,2) unter Drogeneinfluss.


Nähere Betrachtung einzelner Deliktsbereiche

Der Bereich der Diebstahlskriminalität mit 191 Fällen (236) umfasst mit 29,7 % (29,9) den höchsten Anteil an der Gesamtkriminalität und verzeichnete dabei insgesamt einen erkennbaren Rückgang um 19,1 % (- 45 Fälle).

Problemfeld „Wohnungseinbruch-Delikte“:

Als Ausreißer in der allgemeinen Straftatentendenz zeigt sich statistisch der Bereich der Wohnungseinbrüche. Nach der aktuellen PKS-Statistik stiegen die absoluten Zahlen von 8 auf 25 Fälle. Diese zeitversetzte Entwicklung ergibt sich aus der Systematik der Auslauferfassung. Tatzeitbezogen für das Jahr 2016 ist ein erfreulicher Rückgang von 20 auf 12 Delikten zu verzeichnen. 15 dieser („PKS“-) Einbrüche zählen nach gegebenen Kriterien zu den Tageswohnungseinbrüchen.
Da es sich bei den Wohnungseinbrüchen um direkte, schwerwiegende Eingriffe in die Privatsphäre und das Sicherheitsgefühl der Bürger handelt, die entsprechende monetäre aber vor allem auch psychologische Auswirkungen haben, liegt hier ein Schwerpunkt der örtlichen Polizeiarbeit. Durch präzise Ermittlungsarbeit, intensive Hinführung der Bürger an präventive Möglichkeiten im eigenen Handeln und im Bereich der technischen Sicherung sowie konkrete Fahndungsmaßnahmen wird hier vehement versucht, der aktuellen Entwicklung gegenzusteuern.

Der Bereich der Ladendiebstähle weist einen Rückgang um 53,3 % auf 21 (45) Fälle auf, was allerdings nichts über die tatsächliche Situation und das wohl immense Dunkelfeld aussagt sowie insbesondere vom Einsatz der Ladendetektive abhängt.
Die Delikte des Fahrraddiebstahls im gesamten Dienstbereich sind im Berichtszeitraum um 3 auf 6 Fälle zurückgegangen.

Auf Rang 2 rangiert mit einem Anteil von 25 % (22,3) zahlenmäßig der Tatkomplex der sonstigen Straftaten gegen das Strafgesetzbuch (wie Sachbeschädigungsdelikte, Hausfriedensbruch, Beleidigung, aber auch Umweltschutzdelikte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte usw.), wenngleich auch hier ein Rückgang um 8,5 % auf 161 Fälle zu sehen ist.

Der Bereich der Rohheitsdelikte (Körperverletzungsdelikte, Nötigung, Bedrohung, Stalking usw.) liegt trotz eines deutlichen Rückganges um 21 Fälle mit einer Gesamtzahl von 116 Delikten auf Rang 3 der Straftatenbereiche. Fälle von Körperverletzungen häufen sich insbesondere im Zusammenhang mit Veranstaltungen wie Rocknächten, Faschingstreiben und Disco-Betrieb, aber auch im häuslichen Bereich.

Der Sektor der Vermögens- und Fälschungsdelikte zeigt sich mit 110 Fällen und einem Anteil von 17,1 % (21,2) an der Gesamtkriminalität um 57 Fälle stark rückläufig.
Die Straftatenobergruppe wird dabei mit einem Anteil von 88 % von den Betrugsdelikten dominiert, deren Anzahl auf 93 Fälle (146) sank. Delikte der Internetkriminalität bewegen sich dabei auf einem in etwa gleichbleibenden Niveau. Einen weiter sinkenden Wert zeigen die „Tankbetrügereien“ mit 13 (21) Fällen.

Mit einem geringfügigen Anstieg der Zahlenwerte des Vorjahres von 64 Delikten auf 71 Vorfälle nimmt der Bereich der Straßenkriminalität (d.h. Delikte wie Diebstähle, Körperverletzungs- und Sachbeschädigungstaten aller Art, die ausschließlich oder überwiegend im öffentlichen Raum begangen werden) Rang 4 an der Gesamtkriminalität ein. Hier liegt die Aufklärungsquote bei 25,4 % (23,4 %).

Der Sektor der Gewaltkriminalität (Tötungsdelikte, Raub, schwere Sexualstraftaten, aber auch gefährliche und schwere Körperverletzung u.a.) weist mit einen Anteil von 3,9 % an der Gesamtkriminalität und 25 Delikten (25) exakt den gleichen Wert wie im Vorjahr auf. Hier wurden 84 % der Fälle aufgeklärt.

Der Bereich der „Häuslichen Gewalt“ zeigt mit 27 (29) Delikten einen leicht rückläufigen Wert. Hier fließen auch die aktenkundig gewordenen 12 Vorfälle im Bereich der US-Streitkräfte mit ein.

Bei den Delikten der Rauschgiftkriminalität ist mit 34 Delikten (26) eine ansteigende Tendenz zu erkennen, wobei es sich hier natürlich weitgehend um Kontrolldelikte handelt.

Die Anzahl von Delikten gegen Polizeibeamte, wie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, blieb mit 3 (3) Straftaten gleich. Ein Beamter wurde dabei leichter verletzt. Allgemein ist allerdings eine grundsätzliche Abnahme des Respekts vor Amtspersonen zu erkennen.

Eine Straftat gegen das Leben (Mord, Totschlag) wurde im Zuständigkeitsbereich der PI Parsberg im Jahr 2016 verübt.

Die Anzahl der Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung (von sexueller Nötigung bis zur Verbreitung pornographischer Schriften), blieb mit 10 (9) Fällen in etwa gleich.

An politisch motivierter Kriminalität wurden 4 relevante Delikte geringerer Intensität aktenkundig. Unbekannte hatten unabhängig voneinander in unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten Hakenkreuze zum Teil in Schnee zum Teil auf der Fahrbahn angebracht. In zwei Fällen eskalierten alkoholisierte Auseinandersetzungen im Skandieren von „Sieg Heil“, bzw. Zeigen des Hitlergrußes.


Deliktsbelastung der einzelnen Gemeinden im Zuständigkeitsbereich

Anmerkung: Aufgrund der geringen absoluten Zahlen wurde der Bezugswert: „Deliktanzahl je 1000 Einwohner“ gewählt.

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Für die ländliche Gemeinde Hohenfels schlagen die Delikte mit Bezug zum Truppenübungsplatz Hohenfels zu Buche. Dies führt zu einer überraschenden Häufigkeitsziffer, nachdem US-Soldaten, ihre Angehörigen und oftmals ziviles Gefolge, die in einer Anzahl im oberen vierstelligen Bereich hier wohnhaft sind, nicht dem Melderecht unterliegen und so die Gesamtstraftatenanzahl den Hohenfelser Gemeindebürgern zugerechnet wird.
Die gute Verkehrsanbindung des hiesigen Dienstbereichs an überregionale Verkehrswege wie eben die Bundesautobahn A 3 (AS Velburg, AS Parsberg) kommt mobilen, überregional tätigen Straftätern und Straftätergruppen natürlich entgegen. Tatorte auf und entlang der Autobahn sind schnell und unerkannt erreichbar, die Flucht in der anonymen Verkehrsmasse gelingt oft ohne Aufsehen.

Fazit

Die Entwicklung der hiesigen Kriminalitätsbelastungssituation im Gesamten gesehen unterstreicht, dass unsere Gemeindebürger in einer Region mit klar gefestigter öffentlicher Sicherheit und Ordnung leben und sich sicher fühlen können.

Erfreulicherweise ist die allgemeine Sozialkontrolle im hier ländlichen Bereich stark ausgeprägt. Mit vielen Hinweisen und mitgeteilten Beobachtungen haben unsere Bürgerinnen und Bürger zur Klärung von Straftaten beigetragen und so einen aktiven Beitrag für die Verbesserung der örtlichen Sicherheitslage geleistet. Dafür bedankt sich ihre Polizeiinspektion Parsberg sehr herzlich und bittet auch weiterhin um ihre Aufmerksamkeit und ihre Bereitschaft zur Zivilcourage. Jeder kann unvermittelt Opfer eines kriminellen Aktes werden und ist dann froh, wenn er von einem engagierten Mitbürger vor Ort direkte Hilfe erfährt oder die aufmerksame Beobachtung eines Zeugen zur Ermittlung des Täters führt.

Gerade im Hinblick auf das Phänomen der Wohnungseinbrüche darf auf hilfreiche Veröffentlichungen der Polizei im Internet unter www.k-einbruch.de hingewiesen werden.

Zudem gibt es seit November 2015 die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen Zuschüsse für den Einbau von Sicherheitstechnik zu erlangen. Detailinformationen sind unter Einbau von Sicherheitstechnik - Detailinformationen zu ersehen.


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