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Temperaturextreme im Raum Beratzhausen

Erstellt von redaktion am 09-Aug-2015 18:35 (1255 gelesen)

Am Samstag, dem 8. August 2015, wurden am Zehentberg um 16.00 Uhr 38 ° C im Schatten gemessen. In sonnigen Lagen und unter überdachten Vordächern waren die Temperaturen deutlich über 40 ° C. Der 8. August 2015 dürfte somit einer der heißesten Tage seit Beginn der Wetterbeobachtungen in Beratzhausen sein.

Nach dem morgendlichen Einkaufen und einem Besuch im örtlichen Schwimmbad stellte sich am Nachmittag eine erstaunliche Ruhe ein. Die Menschen zogen sich in ihre Häuser zurück, die Rollläden wurden geschlossen und auf den Plätzen und Straßen machte sich eine erstaunliche Stille breit, da das öffentliche Leben eine Pause einlegte, welche erst in den Stunden des Abends - bei zunehmender Abkühlung - langsam aufhörte.

Eine starke Hitzebelastung zeigte sich davor besonders in den Jahren 1983 und 2003. Ende Juli 1983 wurden im Raum Beratzhausen 36 ° C im Schatten überschritten. Ähnliche Spitzenwerte über 36 ° C wurden mehrmals im sehr warmen Jahr 2003 erreicht. 40 ° C im Schatten wurden flächendeckend - nach bisherigen Beobachtungen - jedoch noch nicht gemessen.

Die in der Gegenwart stärkere Bebauung beeinflusst das Mikroklima Beratzhausens, da Häuser, Beton, Teerstraßen und dunkle Hausdächer eine stärkere Erwärmung begünstigen. Bevor die modernen Siedlungsflächen am Zehentberg und in Oberndorf entstanden, waren an diesen Stellen Wiesen und Ackerland vorherrschend. Diese Landwirtschaftsflächen der Vergangenheit trugen weniger zur Erwärmung des Ortes bei starker Sonneneinstrahlung bei.
Die Versiegelung von Teilen der Hochfläche fördert hohe Temperaturen in Beratzhausen zusätzlich.

Dazu bleibt zu vermerken, dass alle Messergebnisse mit privaten Quecksilberthermometern gemacht wurden. Auf die Verwendung von elektronischen Thermometern, bei denen sich oft größere Fluktuationen zeigen, wurde bewusst verzichtet.

Als kältester Tag in Beratzhausens Geschichte gilt der 10. Februar 1956. An diesem Tag wurden um 7.00 Uhr am Beratzhausener Bahnhof -34,5 ° C am Bahnhofsthermometer gemessen. Der "Böhmische Wind", ein kalter Ostwind, war die Ursache der außergewöhnlich niedrigen Temperaturen. Der Bahnverkehr kam zum Erliegen, da erst um 10.30 Uhr ein aus Nürnberg kommender Fernschnellzug Beratzhausen erreichte, der nach Beratzhausen keine Fahrgäste mehr aufnehmen konnte und um 11.00 Uhr Regensburg erreichte. Taschen wurden unter der Schulter eingeklemmt, um ein Erfrieren der Fingerspitzen beim Tagen der Taschen zu verhindern.

Noch um 22.30 Uhr wurden -32 ° C auf der Jurahochfläche bei Beratzhausen gemessen. Es gab keine geschlossene Schneedecke, aber die Hohlwege waren je nach Windexposition stärker oder schwächer mit Schnee zugeweht. Seit 1956 wurden -30 Grad C in Beratzhausen nicht mehr unterschritten.

Die Extremwerte der Temperatur im Raum Beratzhausen liegen also bei -34,5 ° C und 38 ° C. Die Spanne zwischen den Extremwerten beträgt immerhin 72,5 ° C.

Dietmar Kuffer


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