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Aspekte der ganzheitlichen Friedensfindung im Zehentstadl

Erstellt von barw am 18-May-2003 17:35 (1885 gelesen)

Aus Mailand, Kaliningrad, Bonn und Stadtsteinach waren die Referenten angereist, um ihren Beitrag zu einer ganzheitlichen Friedensfindung zu leisten. In Referaten und einem workshop wurden u.a. die Themen Kurden im Irak, Ökologisches Wohnen / Bauen, Tier- / Natur- und Umweltschutz behandelt.
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Josef Bezold, Vorsitzender des Kuratoriums Europäische Kulturarbeit begrüßte am 17. Mai 2003 die Gäste, indem er die Intention des Friedenstages, einen ganzheitlichen Ansatz zu dem Thema zu finden, nochmals erläuterte. Man hätte zwar mehr Gäste erwartet, doch die Qualität sei in diesem Falle wichtiger.

Die Informationsfülle mit zahlreichen innovativen Ansätzen regte zu vielen Diskussionen und zum Nachdenken an. So berichtete Gerhard Lipfert von der Entstehung, der Arbeit und den Zielen der überkonfessionellen Salem-Stiftung, die inzwischen auf allen Kontinenten vertreten ist und in ihren Projekten den ganzheitlichen Friedensgedanken verwirklicht hat. Zur Erläuterung dieser einzelnen Bausteine des Friedens waren Spezialisten eingeladen, die für Transparenz der Thematik sorgten. So wurde die Ernährung als eine Grundlage der Friedensfindung mit dem eigenen, gesunden Körper hervorgehoben. Die Architekten Theodor Henzler vom Insitut für ganzheitliches Bauen und Dr. Siegfried Camana / Milano nahmen Stellung zu einer ökogischen Friedensarchitektur, die alle Sinne anspricht und nur einen geringen Eingriff in die Natur darstellt.

Der Vorsitzende des Tierschutzvereins Regensburg plädierte für eine Achtung des Mitgeschöpfes Tier und belegte mit Forschungsergebnisssen, daß Menschen, die brutal Tieren gegenüber sind, auch an Mitmenschen ihre Aggressionen auslassen.
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Gerhard Lipfert, Geschäftsführer der Salem-Stiftung betonte, daß der agrarwirtschaftliche Ansatz eng mit der Gesundheit verbunden sei. Daher setze man in den Salem-Dörfern auf eine Immunisierung der Pflanzen, sodaß Schädlingsbefall vermieden würde, wobei keine Chemie zum Einsatz käme. Er nahm desweiteren zu dem Thema Frieden in zwischenmenschlicher Hinsicht Stellung. Brücken von Mensch zu Mensch, durch Hilfe, praktizierte Nächstenliebe und die Übernahme von Sozialverantwortung in Notstandsgebieten sei das Rezept von Salem in Kombination der mit der Akzeptanz der Schwächeren.

Auf besonderes Interesse bei den Teilnehmern stieß der Vortrag der kurdischen Politologin Shirin Kittani-Aqrawi, die im Rahmen des Themas "Die Kurden wollen endlich in Frieden leben" sehr viele Informationen über die föderalistische kurdische Schutzzone im Nordirak gab.

Die russische Rechtsanwältin Olga Sholmova machte anhand der Entwicklung des Salem-Projektes in Kaliningrad deutlich, welche Vorurteile zwischen Russen und Deutschen inzwischen abgebaut worden seien. Zunächst hätten auf der russischen Seite Skepsis und Angst vor einer falschen Beeinflussung der in den Kinderdörfern aufgenommen Waisen gestanden, doch inzwischen wurde durch Seminare und Tagungen aufgezeigt, was in Salem wirklich gemacht wird. Dies hat zu Annäherung und Akzeptanz zwischen den deutschen Inititatoren, dem russischen Staat und den Menschen der Region geführt.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst wurde der Friedenstag abgeschlossen, allerdings soll es nicht die letzte Tagung in dieser Form gewesen sein, so Josef Bezold. Weitere Friedensprojekte in Zusammenarbeit mit der Salem-Stiftung seien geplant.


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