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Bund Naturschutz - Heckenpflanzung

Erstellt von barw am 15-May-2003 19:05 (1192 gelesen)

Im März erst wurde die Hecke an der Straße nach Pfraundorf gepflanzt, jetzt entsteht schon ein neues Problem: die Straßenränder müssen gemäht werden, aber überläßt man dies der Gemeinde, so besteht die Gefahr, daß aufgrund des Maschineneinsatzes die kleinen Schößlinge gleich mit abrasiert werden und somit die Arbeit der Freiwilligen umsonst war. Aus diesem Grund wird Alexander Pöppl, Vorsitzender des Bund Naturschutz lieber selber an dieser Stelle Hand anlegen. Die sehr radikale Mähmethode stellt für die Naturschützer sowieso ein Problem dar, welches Pöppl auch bei dem Besuch des Landrates am 14. Mai 2003 angesprochen hat.
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Durch die zweispurige Mähung entlang der Straßen werden Lebensräume vernichtet und Hecken, die zuvor gestutzt oder eben neu angepflanzt werden, werden gleich mit abgeholzt.

Hintergrund des vehementen Eintretens für die Hecken ist die Erkenntnis ihres Nutzens und die fatalen Auswirkungen, wenn diese Windbrecher fehlen, abgesehen von ihrer natürlichen Schönheit. Bereits in der Antike erkannte man den Nutzen von Windbrechern, indem man Windschutzwälle aufbaute, um den Ertrag auf den Feldern zu verbessern, da windgeschützte Pflanzen weniger Wasser verbrauchen und die Kraft von Stürmen gebremst wird. Die besten Ergebnisse erzielt man, wenn die Barrierre luftdurchlässig ist, was eben bei Hecken der Fall ist.
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Desweiteren bieten die grünen Feld- und Wegbegrenzungen für viele Tier- und Pflanzenarten Schutz und Lebensraum, die sonst in unserer Landschaft chancenlos sind. Dem Vorurteil, die Feldmausplage würde durch Hecken begünstigt setzt Alexander Pöppl entgegen, daß diese sich nur in der Agrarsteppe vermehren, da ihr Lebensraum das freie Feld ist. Auch dem Argument der Landwirte, Hecken würden eine Verunkrautung der Felder begünstigen, kann der Vorsitzende des Bund Naturschutzes mit Argumenten begegnen. Ackerunkräuter haben sich auf den regelmäßig bebauten und alljährlich umgepfügten Ackerboden spezialisiert. Heckenpflanzen hingegen haben auf dem ungeschützen Feld keine Chance, da Schatten und Feuchtigkeit von ihnen benötigt werden. Im Gegenteil. Hecken bilden eine Barriere auch für Samen der Ackerunkräuter, welche somit in ihnen hängenbleiben, zu Boden fallen, von Mäusen und Vögeln gefressen, bzw. von Bakterien zersetzt werden. Mit anderen Worten sind Hecken lebende Unkarutverhinderer.

Im Rahmen der Flurbereinigung hat man insgesamt 30.000 km Wallhecken beseiigt, und macht trotz der Erkenntnis des Nutzens bis heute nicht davor halt, weitere Hecken abzuholzen und auch nicht wieder aufzuforsten. Diesem Trend will der Bund Naturschutz nun entgegenwirken und ruft zu der Pflanzaktion auf, die sowohl praktischen als auch optischen Nutzen hat, denn Hecken gehören zweifelsohne zu der typischen oberpfälzer Landschaft.


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